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IS-Verdächtiger weist Vorwurf vor Gericht zurück

Ein junger Syrer, der im April 2018 in Saarlouis wegen Terrorverdachts festgenommen wurde, hat zu Beginn des Prozesses den Vorwurf zurückgewiesen, vor seiner Flucht nach Deutschland für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft zu haben. „Ich habe mich an keinem Kampf beteiligt“, sagte der 27-Jährige gestern vor dem Oberlandesgericht Koblenz laut einem Dolmetscher. „Das ist absurd.“ Er sei von einem Zeugen aus seinem Heimatdorf, der inzwischen ebenfalls in Deutschland lebt, denunziert worden: „Das ist ein Lügner.“ Der Angeklagte ergänzte, er habe mit dem Zeugen einst in Syrien Streit um Felder und dann in Deutschland um 50 Euro gehabt.

Christiane Paul „bereut nichts“

Da merkt man erst, wie lange das schon her ist mit dem Ophüls-Nachwuchsdarstellerpreis für Christiane Paul: Denn die freudige Botschaft hörte sie einst nicht am Handy, sondern in einer Telefonzelle. 1996 war das, und am Dienstagabend hat die Schauspielerin im Saarbrücker Filmhaus den Film „Ex“ von damals gezeigt – die Geschichte von Jugendlichen zwischen Drogenrausch und Desillusionierung. Mark Schlichters Film habe „seine Brisanz nicht verloren“, sagte Paul, auch wenn man ihm das Alter und eine gewisse Debütfilm-Sperrigkeit anmerke, „es geht um Jugendliche, die gesellschaftlich abgehängt sind“. Bei den Dreharbeiten sei Regisseur Schlichter „nicht immer zimperlich gewesen“, und das Filmfinale habe man erst einige Monate nach den eigentlichen Dreharbeiten aufgenommen: in der  Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin, „mit simulierten Hubschrauberscheinwerfern und Sand, der rumgeschmissen wurde“.

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