Kurz vor den Oscars

Baftas: „Roma“ Bester Film - sieben Auszeichnungen für „Favourite“

Das Schwarz-Weiß-Drama „Roma“ ist in Großbritannien mit dem höchsten Filmpreis ausgezeichnet worden. Der Historienfilm „The Favourite“ räumt sieben Preise ab.

Große Überraschung bei der Verleihung der britischen Filmpreise Baftas: Als bester Film wurde am Sonntag in London das Schwarz-Weiß-Drama „Roma“ des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón ausgezeichnet. Auch der Preis für den besten Regisseur ging an Cuarón für seinen Film über ein indigenes Hausmädchen bei einer mittelständischen mexikanischen Familie. Zudem wurde „Roma“ mit den Preisen für bester Nicht-Englischsprachiger Film und für die beste Cinematographie prämiert.

Die britische Schauspielerin Olivia Colman bekam für ihre Rolle als englische Königin Anne in „The Favourite“ nach dem Golden Globe nun auch die goldene Bafta-Maske als beste Hauptdarstellerin. Die 45-Jährige setzte sich unter anderem gegen Glenn Close („The Wife“) und Lady Gaga („A Star Is Born) durch. „Favourite“, eine Mischung aus Drama und Komödie des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos, erhielt insgesamt sieben der begehrten britischen Filmpreise, darunter für herausragender britischer Film, bestes Originaldrehbuch, bestes Produktionsdesign, bestes Kostümdesign und bestes Make-Up.

Als bester Hauptdarsteller wurde der US-Amerikaner Rami Malek ausgezeichnet. Im Musikfilm „Bohemian Rhapsody“ beeindruckte der 37-Jährige als legendärer Queen-Sänger Freddie Mercury. Er setzte sich gegen Bradley Cooper („A Star Is Born“), Christian Bale („Vice“), Steve Coogan („Stan & Ollie“) und Viggo Mortensen („Green Book“) durch. Malek, der bereits einen Golden Globe erhalten hatte, gilt auch bei der Verleihung der Oscars in zwei Wochen als Favorit.

(sbl/dpa)
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