Hambacher Forst

Der dauerbesetzte Wald

Der Hambacher Forst auf einem der wenigen Fotos ohne Aktivisten, Polizisten oder RWE-Mitarbeitern.FOTO: REUTERS / WOLFGANG RATTAY

Seit 2012 besetzen immer wieder Aktivisten den Hambacher Forst, um die Rodung zu verhindern. Bisher sind sie auch nach einer Räumung immer zurückgekehrt. Eine Chronologie.

Von mehr als 4000 Hektar Wald sind noch knapp 200 übrig - der Großteil des Hambacher Forstes in der Nähe von Kerpen ist also bereits im Braunkohletagebau von RWE verschwunden. Dass auch noch der Rest verschwindet, der wegen seltener Bäume und Tierarten als besonders wertvoll gilt, dagegen wehren sich Aktivisten. Zum Teil seit Jahren.

Proteste gegen den Tagebau gab es schon zuvor, doch erst 2012 besetzen Umweltaktivisten erstmals einen kleinen Teil des Waldes, indem sie Plattformen in die Bäume bauen. Sie harren von April bis November aus, bevor die Polizei das Camp räumt. Ein Aktivist verschanzt sich sogar vier Tage in einem sechs Meter tiefen Erdloch, bevor die Polizei ihn herausholt. Alle 27 Verfahren gegen die Waldbesitzer werden eingestellt.

Doch das ist erst der Auftakt. Bereits im September 2013 wird der Wald erneut besetzt. Im März 2014 räumt die Polizei, einen Monat später besetzen Aktivisten den Wald erneut, an mehreren Stellen.

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