Christian Bale in „Vice“

Der Präsident und sein Strippenzieher

Christian Bale (l.) als Dick Cheney und Sam Rockwell als George W. Bush in einer Szene des Kinofilms „Vice – Der zweite Mann“.FOTO: dpa / Matt Kennedy

Regisseur Adam McKay porträtiert in „Vice – Der zweite Mann“ den früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney. Christian Bale brilliert.

(dpa) Christian Bale hat sich abermals unkenntlich gemacht. Für die Rolle eines abgemagerten Maschinisten in „The Machinist“ nahm er 30 Kilo ab, für eine Batman-Reihe trainierte er sich einen Superhelden-Body an. Nun verwandelt sich der 45-jährige Brite mit vielen Extra-Pfunden, schütterem Haar und genialer Maske in den ehemaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney - und ist in „Vice – Der zweite Mann“ nicht wiederzuerkennen.

Für seine Hauptrolle in der bissigen Politsatire von Regisseur Adam McKay unterzog sich Bale bei den Dreharbeiten täglich einer mehrstündigen Prozedur von Make-Up und Silikon-Prothesen, er legte 40 Kilo zu und perfektionierte die grimmig-ernste Mimik des erzkonservativen Politikers.

In dem Biopic schaut McKay auf 50 Jahre aus Cheneys Leben, angefangen von den frühen 1960er Jahren im ländlichen US-Staat Wyoming, wo der zukünftige US-Vizepräsident Politikwissenschaften studierte. Aus seiner tiefen Abneigung für Cheney macht der Regisseur keinen Hehl. Es geht gleich mit Saufgelagen, dem Rausschmiss aus der Yale-Universität und einer Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer los. Der junge Cheney muss seiner Freundin und späteren Ehefrau Lynne (Amy Adams) versprechen, dass er sich bessert, sonst haue sie ab.

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