Interview mit Hollywood-Star Diane Kruger

„Marlene Dietrich fasziniert mich“

Diane Kruger in Cannes. Dort erlebte sie den bislang größten Triumph ihrer Karriere: Für ihre Rolle in Fatih Akins Drama „Aus dem Nichts“ wurde sie als beste Schauspielerin geehrt. Foto: dpa FOTO: dpa / dpa, bl

Die Schauspielerin spricht über ihre Beziehung zu Deutschland, schwärmt von Fatih Akin und verrät ihre Lieblingsbücher.

Das Maritim-Hotel nahe dem Potsdamer Platz in Berlin. Diane Kruger sitzt auf einem Sofa und tippt etwas in ihr Handy. „Bin sofort soweit“, sagt sie. Die 42-Jährige, die als Diane Heidkrüger in Niedersachsen geboren wurde, trägt einen weiten Wollpulli, der sehr weich aussieht. Dazu einen langen Rock und Pumps. Vielleicht schreibt sie gerade nach Hause, sie ist ja Ende vergangenen Jahres Mutter geworden.

2004 wurde sie in Wolfgangs Petersens „Troja“ in der Rolle der Helena berühmt, ein erstes Ausrufezeichen setzte sie fünf Jahre später als Bridget von Hammersmark in Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“. 2017 dann die Aufnahme in den Olymp: Für ihre Rolle in Fatih Akins „Aus dem Nichts“ wurde sie bei den Filmfestspielen in Cannes als beste Schauspielerin geehrt. In Berlin stellt sie nun ihr neues Werk, den Agententhriller „The Operative“, vor.

Kruger steht auf, setzt sich auf einen Stuhl und choppt die Ärmel ihres Pullis hoch. Sie spricht Deutsch, manchmal schleicht sich eine englische Formulierung ein: „Wie sagt man?“ Beim Sprechen klaubt sie imaginäre Flusen von der Tischdecke.

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