Serienschwergewicht

„Babylon Berlin“ kommt ins Fernsehen

Berlin. Die Erwartungen an „Babylon Berlin“ sind hoch. Endlich die ganz große Fernsehserie aus Deutschland. Eine, die international mithalten soll, der Beginn einer neuen Ära. Sie ist mit 38 Millionen Euro rekordverdächtig teuer.

„Babylon Berlin“ ist eine Bestsellerverfilmung. Die Krimis von Volker Kutscher haben viele Fans. Ihnen sind die Figuren und Geschichten aus dem 20er- und 30er-Jahre-Berlin ans Herz gewachsen.

Ist die Serie gut geworden? Um es kurz zu machen: Ja. Aber sie funktioniert nicht, wenn man beim Fernsehen bügeln will. Man muss aufpassen und das Handy ein paar Stunden beiseite legen. Dann hat „Babylon Berlin“ den Sog, den Serienliebhaber so mögen. Ob sie auch etwas für Fernsehzuschauer ist, die um 20.15 Uhr lieber „Um Himmels willen“ gucken, wird sich zeigen.

Volker Bruch („Unsere Mütter, unsere Väter“) als Kommissar Gereon Rath: Die Besetzung passt. Die Figuren der Serie haben bis in die Nebenrollen Tiefgang. Charlotte Ritter (Liv Lisa Fries), die aufstrebende Sekretärin, ist eine Frauenfigur mit ähnlich hohem Sympathiefaktor wie Peggy in „Mad Men“. Ebenfalls stark: Peter Kurth als undurchsichtiger Partner von Gereon Rath oder in den Nebenrollen Fritzi Haberlandt als Pensionswirtin und Jördis Triebel als kommunistische Ärztin.

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