Filmfestival

Berlinale zeigt „Vice“ - Streit um Netflix

Cemre Ebüzziya, Schauspielerin in „Kiz Kardesler (A Tale of three Sisters)“, glänzt auf der Berlinale. Foto: Ralf Hirschberger FOTO: Ralf Hirschberger

Berlin. Ein bisschen Hollywood bei der Berlinale: Der Oscar-Preisträger Christian Bale hat am Montag in Berlin die amerikanische Politsatire „Vice“ vorgestellt.

Bale erzählte, dass er seinem Körper für seine Rollen so einiges abverlange. „Er schreit ganz laut auf. Du wirst bald sterben, wenn du so weitermachst“, sagte der 45-Jährige. Bale spielte damit augenzwinkernd auf seine Verwandlung in den früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney an, den er in dem Film darstellt. Dafür nahm Bale etliche Kilo zu - und inzwischen wieder ab.

In der Rolle habe er sich manchmal wie ein Bulldozer gefühlt, „wie eine nicht aufzuhaltende Naturgewalt“. Bale bezeichnete Cheney, der Vizepräsident unter dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush war, als einen „Menschen unendlicher Widersprüche“. Zu Vergleichen mit dem aktuellen US-Präsidenten Donald Trump sagte der Brite, es gebe deutliche Unterschiede zwischen den beiden. So habe Cheney stets gewusst, dass wahre Macht hinter den Kulissen und in der Stille zu finden sei.

„Vice“ brachte Bale bereits einen Golden Globe ein und ist im Rennen um die Oscars mit acht Nominierungen dabei. Darauf angesprochen hielt er sich bedeckt: „Es ist ein schönes Gefühl.“ Bei der Berlinale ist der Film nicht im Wettbewerb. In Deutschland ist „Vice“ ab 21. Februar in den Kinos zu sehen.

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