Vor 40 Jahren

Wie „Holocaust“ ins Fernsehen kam

Szene aus Folge 3 der TV-Serie „Holocaust - Die Geschichte der Familie Weiss“. Foto: -/WDR/Worldvision Enterprises Inc. FOTO: -

Köln. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, aber das Wort „Holocaust“ war bis vor 40 Jahren in der deutschen Bevölkerung unbekannt. Erst mit der US-Serie dieses Namens, die ab 22. Januar 1979 erstmals ausgestrahlt wurde, etablierte sich der Begriff.

Und erst mit „Holocaust“ wurde der Völkermord an den Juden für Millionen Deutsche konkret. Viele Ältere, die noch selbst die Nazizeit miterlebt hatten, vergossen damals Tränen - nicht über reale Menschen, sondern über die fiktive Familie Weiss.

Der Ankauf der US-Serie war überaus umstritten - das dokumentiert jetzt der Film „Wie "Holocaust" ins Fernsehen kam“, der am Montag (14. Januar) im WDR und am Mittwoch (16. Januar) im NDR und SWR gezeigt wird. Auch die Serie selbst wird derzeit wiederholt.

„Diese Sendung "Holocaust" war nach meiner Erinnerung die umstrittenste Sendung, die der WDR je hatte“, sagt Petra Witting-Nöthen, die das historische Archiv des Senders leitet. Der damalige WDR-Fernsehspielchef Günter Rohrbach bekam Morddrohungen, auf zwei Sendemasten wurden Sprengstoffanschläge verübt.

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