Konzert in Düsseldorf

Heimatliebe in politischer Seenot

Die Band Feine Sahne Fischfilet mit Sänger „Monchi“ Gorkow (l.).FOTO: dpa / Hendrik Schmidt

Feine Sahne Fischfilet spielten in der ausverkauften Mitsubishi Electric Halle.

Vor einigen Jahren, so erzählt es Frontsänger Jan „Monchi“ Gorkow zwischendurch, waren sie schon einmal zu Gast in Düsseldorf – im AK 47 an der Kiefernstraße. Vor wenigen Hundert Leuten spielten Feine Sahne Fischfilet damals, jetzt in der Mitsubishi Electric Halle sind knapp 7500 gekommen, um die Band aus Mecklenburg-Vorpommern zu sehen (in deren bisher größtem Solokonzert). Und die zeigt in knapp zweieinhalb Stunden, warum sie als Aufsteiger des Jahres gelten – auch abseits jeden politischen Diskurses: Sie sind live spektakulär gut.

Die geradezu fiebrige Erwartung tausender Menschen entlädt sich gegen 21 Uhr, als das riesige FSF-Banner fällt und die Band mit gutem Gespür für Dramaturgie mit „Zurück in unserer Stadt“ loslegt. „Es geht los, es geht los, heute Nacht / Alle treiben sich gegenseitig an“, heißt es darin – und die Halle explodiert. Und hört nicht mehr damit auf.

Feine Sahne Fischfilet spielen vor allem Songs vom aktuellen Album „Sturm und Dreck“, zum Beispiel das geradezu programmatische „Alles auf Rausch“, und von „Bleiben oder gehen“, mit dem sie 2015 auch außerhalb der Szene bekannt wurden. Dass Text und Komposition eher einfach gehalten sind, fällt bei der Energie, die die Band auf die Bühne bringt, kaum ins Gewicht. Die beiden Trompeten sorgen außerdem für eine ganz eigene Melodik.

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