15 Millionen Euro für einen Platz im Aufsichtsrat

Saudi-Arabien kauft sich in die Mailänder Scala ein

Die Scala in Mailand (Archivbild). FOTO: laif / Claudio Divizia/ Shutterstock.com

Können Kultursponsoring und Menschenrechte miteinander in Einklang gebracht werden? Aufhänger für die Debatte ist eine Geldspritze aus Saudi-Arabien für die Scala in Mailand.

Die weltberühmte Scala hat durch ein Finanzierungs-Abkommen mit Saudi-Arabien am Dienstag scharfe Kritik auf sich gezogen und eine Debatte über Kultursponsoring und Menschenrechte ausgelöst. Der Leiter des traditionsreichen Opernhauses, Alexander Pereira, bestätigte in der Zeitung "La Repubblica", dass sein Haus eine Vereinbarung mit dem Kulturministerium in Riad getroffen habe. Sie sehe vor, dass die Scala fünf Jahre lang je drei Millionen Euro erhalte.

Oppositionspolitiker kritisierten die Pläne scharf und verwiesen dabei auf Menschenrechtsverletzungen durch Saudi-Arabien. So war der regierungskritische Journalist Jamal Khashoggi im vergangenen Oktober im Konsulat seines Landes in Istanbul ermordet worden.

"Die Vorstellung, dass die Saudis in die Scala kommen, ist ein Schlag ins Gesicht in Sachen Menschenrechte", sagte der Europaabgeordnete der Demokratischen Partei, Antonio Panzeri. Maurizio Gasparri von der Forza Italia rief die Regierung auf, "die Geschichte und Identität der Scala" zu verteidigen.

(felt/AFP)
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