„Gelbwesten“-Protest

Édouard Louis sympathisiert mit „Gelbwesten“-Bewegung

Paris/Hamburg. (SZ) Der französische Schriftsteller Édouard Louis (26) hat Verständnis für die französische Protestbewegung der „Gelbwesten“ geäußert. „Ich fühle mich persönlich betroffen von der Verachtung und Gewalt, mit der die bürgerlichen Klassen dieser Bewegung sofort begegnet sind“, schreibt er in einem Text, aus dem „Zeit online“ zitiert.

Die Bewegung der Gelbwesten hatte am Wochenende in Paris ganze Straßenzüge zerstört, um gegen die Politik der Regierung zu protestieren.

Louis („Das Ende von Eddy“, „Im Herzen der Gewalt“) äußert Verständnis für den Protest: „Viele Politiker und Journalisten sagen: ‚Es wurden Symbole unserer Republik geschändet.‘ Wovon sprechen sie? Für wen halten sie sich?“ Die Bewegung, so Louis, müsse weitergehen. „Weil sie etwas Richtiges, Dringendes, Radikales verkörpert. Weil sie endlich die Gesichter und Stimmen sichtbar und vernehmbar macht, die normalerweise in die Unsichtbarkeit gebannt werden.“

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