Interview mit Ophüls-Leiterin Svenja Böttger

„Eine gute Mischung soll es sein“

Svenja Böttger, Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis. FOTO: Oliver Dietze

Saarbrücken. Die Leiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis spricht über die 40. Jubiläumsausgabe und zwei neue Festivalkinos.

Am Montag beginnt das 40. Filmfestival Max Ophüls Preis. Bis 20. Januar sind in Saarbrücken, Bous und St. Ingbert 153 Filme zu sehen, 62 davon in den vier Wettbewerben (Spielfilm, Doku, Mittellanger Film und Kurzfilm).  Für Svenja Böttger ist es der dritte Jahrgang als Ophüls-Leiterin.

Den 40. Geburtstag feiert das Festival ohne laute Fanfaren oder eine Geburtstagstorte auf dem Plakat. Soll das Jubiläum nicht vom Filmemachernachwuchs ablenken?

BÖTTGER Es soll eine gute Mischung sein. Wir wollen 40 Festivaljahre ehren, aber dabei nicht den Fokus auf die aktuellen Nachwuchsfilmemacherinnen und Filmemacher verlieren. Wir haben eine Jubiläumsreihe, in der etablierte Filmemacherinnen und Filmemacher, Schauspielerinnen und Schauspieler nochmal in Saarbrücken ihre Anfänge zeigen: Regisseur Dominik Graf etwa, der 1982 mit seinem Debütfilm „Das zweite Gesicht“ hier war, oder Christiane Paul, die hier 1996 mit dem Film „Ex“ den Preis als beste Nachwuchsdarstellerin gewann. Und wir sind sehr glücklich, drei Ophüls-Generationen hier zu haben: Max Ophüls auf der Leinwand mit „Liebelei“, sein Sohn Marcel und dessen Enkel, der Filmwissenschaftler Andréas-Benjamin Seyfert. Außerdem gibt es ein Spielquartett mit den bisherigen Gewinnerfilmen und Taschen, für die wir alte Fahnen, die in Saarbrücken hingen und für das Festival warben, wiederverwendet haben. So können wir ans Festival erinnern – und müssen nichts wegwerfen.

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