Neu im Kino: „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“

„Irgendwo war er ja ein Egomane“

Regisseurin Margarethe von Trotta zwischen den Bergman-Söhnen Ingmar Bergman jr. (links) und Daniel Bergman, der sagt, seine Eltern nach deren Tod keine Sekunde vermisst zu haben. Die Brüder haben sich beim 60. Geburtstag ihres Vaters zum ersten Mal getroffen.  FOTO: © Börres Weiffenbach / Börres Weiffenbach

Saarbrücken. Die Regisseurin über ihren Film „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“, der am Samstag in Saarbrücken startet.

Regisseur Ingmar Bergman wäre am Samstag 100 Jahre alt geworden (siehe Text unten). Die Regisseurin Margarethe von Trotta (76), deren Film „Die bleierne Zeit“ Bergman sehr schätzte, hat eine sehr persönliche Doku gedreht. Für „Auf der Suche nach Ingmar Bergman“ besuchte sie einige Drehorte seiner Filme, sprach mit der Schauspielerin Liv Ullmann, Regisseuren wie Olivier Assayas und Ruben Östlund, und vor allem seinen Söhnen. Der Film eröffnet am Samstag die Bergman-Reihe im Saarbrücker Kino Achteinhalb (siehe Text rechts). 

Es gibt eine Karikatur von Sempé, in der viele Menschen aus einem Kino strömen, alle sind den Tränen nahe, und ein Passant sagt: „Da läuft der neue Film von Ingmar Bergman – der muss richtig gut sein.“ Wie treffend ist das?

VON TROTTA Wunderbar, das kannte ich noch gar nicht. Das ist natürlich liebevoll zugespitzt, zeigt aber auch, wie vertraut man in Frankreich mit Ingmar Bergman ist, dass das als Karikatur funktioniert und verständlich ist. In Deutschland wäre das wohl weniger der Fall, weil hier nicht so viele Menschen Bergman-Filme gesehen haben.  

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