Literatur

Leipziger Buchpreis für Åsne Seierstad

Leipzig.

(dpa) Die norwegische Schriftstellerin Åsne Seierstad erhält den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2018 für ihren Roman „Einer von uns. Die Geschichte eines Massenmörders“. Darin widmet sich die Journalistin Anders Breivik, der 2011 in Oslo einen Terroranschlag verübt und auf der Insel Uttoya 77 Menschen getötet hatte. „Entstanden ist ein dokumentarischer Roman, der erhellend auf der Grenze zwischen Bericht und Erzählung, zwischen Faktischem und Vorstellungskraft balanciert und einen gewaltigen Sog entwickelt“, heißt es in der Begründung der fünfköpfigen Jury. Der Preis, der zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland zählt, wird zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 14. März verliehen. 2016 war Mathias Énard für „Kompass“ prämiert worden.

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