Filmmusik „Suspiria“

Es fließt, es brummt, es pulsiert

Thom Yorke, der große Stil-Jongleur und Klänge-Fummler. FOTO: Greg Williams

Saarbrücken. Thom Yorke von Radiohead legt mit der Filmmusik zu „Suspiria“ ein wundersames Album vor.

Eigentlich ist es ja eine gute Idee, Filmmusik zu hören, ohne den Film schon gesehen zu haben. So sind Musik, Bilder und Handlung noch nicht ineinander geflossen, die Assoziationen noch ungebunden. Und gerade die Musik zu „Suspiria“ weckt nahezu endlose Assoziationen, sie ist ein Füllhorn an Atmosphäre, Stimmungen, Klängen zwischen harmonisch und dissonant, recht selten warm einhüllend, öfter beunruhigend.

1977 drehte Regisseur Dario Argento „Suspiria“ über Morde in einer Tanzschule im beschaulichen Freiburg im Breisgau – heute ein Klassiker des fantastischen Films. Argentos Kollege Luca Guadagnino hat den Stoff nun neu verfilmt beziehungswiese neu interpretiert; sein Film lief 2018  beim Filmfestival in Venedig, erhielt überwiegend gute Kritiken und ist nun auch in Deutschland zu sehen, wenn auch in einer überschaubaren Zahl von Kinos – in der Saarbrücker Camera Zwo läuft er heute um 20 Uhr zum letzten Mal.

kul-suspiria1FOTO: Beggars
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