Umstrittene Kunstaktion

Chemnitzer „Online-Pranger“ als umstrittene Kunstaktion

Chemnitz. (epd) Die umstrittene „Fahndung“ nach mutmaßlich Beteiligten an den rechten Ausschreitungen Ende August in Chemnitz hat laut Aktivisten des „Zentrums für politische Schönheit“ bereits tausende Hinweise erbracht.

Die Künstler- und Aktivistengruppe hatte unter www.soko-chemnitz.de eine Internetseite freigeschaltet, auf der Fotos von Teilnehmern der rechten Demos sowie der Ausschreitungen in Chemnitz zu sehen sind. Sie rief dazu auf, die Beteiligten zu identifizieren und deren Arbeitgeber zu informieren. Mittlerweile liegen bereits neun Strafanzeigen gegen den „Online-Pranger“ vor. Befürworter und Gegner der Aktion liefern sich in sozialen Netzwerken einen heftigen Schlagabtausch. Sachsens Innenminister und der Deutsche Kulturrat kritisierten die „Soko Chemnitz“.

top