Nettovermögen von 232.800 Euro

Vermögen der Bundesbürger steigt - die Ungleichheit bleibt

Die Notenbank hat die Studie zum dritten Mal durchgeführt. Befragt wurden 4942 repräsentativ ausgewählte Haushalte im Zeitraum März 2017 bis Oktober 2017. Foto: Boris Roessler FOTO: Boris Roessler

Frankfurt/Main. Aktien und vor allem Immobilien machen den Unterschied: Nach Daten der Bundesbank sind die Vermögen der privaten Haushalte weiterhin ungleich verteilt - auch wenn sie im Schnitt gestiegen sind.

Den reichsten zehn Prozent der Haushalte gehören 55 Prozent des gesamten Nettovermögens - also des Vermögens abzüglich Schulden, Das geht aus der am Montag veröffentlichten Bundesbank-Studie „Private Haushalte und ihre Finanzen“ (PHF) hervor.

Bei der vorherigen Studie 2014 waren es 60 Prozent. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich unverändert mit mageren 3 Prozent begnügen. Der Rest des Nettovermögens ist im Besitz von 40 Prozent der Haushalte.

„Insbesondere die Nettovermögen von Immobilieneigentümern haben sich in Folge der gestiegenen Immobilienpreise erhöht“, heißt es im Bundesbank-Monatsbericht. Allerdings besitzen nur 44 Prozent der Privathaushalte in Deutschland Wohneigentum. An vielen Menschen geht der Immobilienboom somit vorbei. In anderen Ländern im Euroraum, zum Beispiel in Italien oder Spanien, ist die Quote der Immobilienbesitzer mit zuletzt etwa 70 beziehungsweise rund 80 Prozent deutlich höher.

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