Deutsche Flugsicherung

Streiks und lange Wartezeiten: Luftverkehr bleibt anfällig

Trotz einer Teilverlagerung von täglich bis zu 1100 Flügen in Europa werden sich in diesem Sommer die von der Flugsicherung verursachten Verspätungen wohl in etwa verdoppeln. Foto: Frank Rumpenhorst FOTO: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Berlin. Der europäische Flugverkehr bleibt anfällig. Nach einem mit wenigen Ausnahmen geglückten Start in die Osterreisezeit drohen nun Streiks in Spanien, dem liebsten Urlaubsland der Deutschen.

Auch mittelfristig sind die Aussichten auf pünktlichere Flüge weiterhin gering, wie die Deutsche Flugsicherung am Montag klarmachte. Sie müht sich gemeinsam mit den Flughäfen und den Fluggesellschaften um Verbesserungen des Betriebs.

Einen zumindest beschwerlichen Start in die Osterferien erlebten viele Berliner am Flughafen Tegel. Am Wochenende beschwerten sich Nutzer beispielsweise auf dem Kurznachrichtenkanal Twitter über stundenlange Wartezeiten in den engen Terminals. Auch am Montag bildeten sich sehr lange Schlangen vor den Check-in-Schaltern, die Flughafengesellschaft mochte aber keine strukturellen Probleme im Betrieb erkennen.

In Spanien weiteten sich die Streiks in verschiedenen Verkehrsbetrieben aus. Nachdem das Sicherheitspersonal des Airports der spanischen Hauptstadt Madrid bereits am Freitag in einen unbefristeten Streik getreten war, legten am Montag auch die Mitarbeiter der Regionalfluggesellschaft Air Nostrum landesweit die Arbeit nieder. Zunächst wurden 148 Flüge bis zum Mittwoch gestrichen. An den Ostertagen könnte es in ganz Spanien zu einem Verkehrschaos kommen, weil Gewerkschaften das Bodenpersonal an allen spanischen Flughäfen sowie die Lokführer der Bahngesellschaft Renfe ebenfalls zu Streiks aufgerufen haben.

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