Olympia 2020

Korruptions-Verdacht gegen Japans NOK-Präsident

IOC-Präsident Thomas Bach steht neben Tsunekazu Takeda, Präsident des japanischen Olympia Komitees. FOTO: AP / Junji Kurokawa

Dem Internationalen Olympischen Komitee droht ein neuer Skandal. Gegen Präsident Tsunekazu Takeda vom Japanischen Olympischen Komitee wurden in Frankreich Ermittlungen wegen aktiver Korruption bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio eingeleitet.

Takeda steht unter dem Verdacht, Tokio die Spiele 2020 mit Hilfe eines Bestechungsgeldes in Höhe von rund zwei Millionen Euro beschafft zu haben. Justizkreise in Paris bestätigten einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung Le Monde. Die Pariser Justiz hatte bereits am 10. Dezember ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Takeda eingeleitet. Tokio hatte sich 2013 auf der IOC-Session in Buenos Aires gegen die Mitbewerber Madrid und Istanbul durchgesetzt.

Das IOC erklärte am Freitag, dass für sein Mitglied Takeda nach wie vor die Unschuldsvermutung gelte. Man habe engen Kontakt zu den französischen Behörden, man werde die Situation weiter beobachten, hieß es. "Diese Vorwürfe beziehen sich auf Ereignisse vor der Einführung weitreichender Reformen durch das IOC", erklärte der Ringeorden.

Erhalten haben soll das Geld die Consulting-Firma Black Tidings (Singapur), die mit dem Senegalesen Papa Massata Diack in Verbindung steht. Der Sohn von Lamine Diack, früherer Präsident des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF, gilt in mehreren Korruptionsfällen des Weltsports als zentrale Figur.

(rent/sid)
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