Maike Kohl-Richter geht vor Gericht leer aus

Die Witwe von Altkanzler Helmut Kohl, Maike Kohl-Richter, hat keinen Anspruch auf eine von diesem erstrittene Rekord-Entschädigung in Höhe von einer Million Euro. Das entschied gestern das Oberlandesgericht Köln. Der Anspruch auf Geldentschädigung sei nicht vererbbar, sagte Richterin Margarete Reske. Schließlich gehe es darum, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen, und das sei nur möglich, solange er noch lebe. Kohl war im vergangenen Jahr gestorben. Alleinerbin Maike Kohl-Richter (54) kündigte an, in Revision zu gehen. "Wir sind der Auffassung, dass Täter vom Tod des Opfers nicht profitieren dürfen, und werden den Bundesgerichtshof anrufen", teilte ihr Anwalt Thomas Hermes mit.

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