Nach dem Tod des Attentäters von Straßburg

Ermittler fahnden nach möglichen Komplizen

Menschen gehen am Freitag über den wieder eröffneten Weihnachtsmarkt in Straßburg.FOTO: dpa / Marijan Murat

Der mutmaßliche Straßburger Attentäter ist tot und in der Elsass-Metropole nahe der deutschen Grenze soll wieder Normalität einkehren. Offene Fragen gibt es aber dennoch: Handelte der Angreifer allein? Und was trieb ihn an?

Nach dem Tod des mutmaßlichen Straßburger Attentäters Chérif Chekatt fahnden die Ermittler nach möglichen Komplizen. „Die Untersuchung wird nun fortgesetzt, um potenzielle Komplizen und Mittäter zu identifizieren, die ihn zu der Tat ermutigt oder bei den Vorbereitungen geholfen haben könnten“, sagte der Pariser Antiterrorstaatsanwalt Rémy Heitz am Freitag in Straßburg. In der Elsass-Metropole und an den Grenzen kehrte wieder etwas Normalität ein. Der Weihnachtsmarkt wurde wiedereröffnet. Gleichzeitig warnen deutsche Behörden vor möglichen Nachahmern.

Nach einer zweitägigen Großfahndung hatte die Polizei den mutmaßlichen Straßburg-Attentäter Chekatt am Donnerstagabend getötet. Er soll für den Terroranschlag in der elsässischen Metropole am Dienstagabend mit inzwischen vier Todesopfern verantwortlich sein. Ein weiteres Opfer ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft hirntot – das heißt, dass das Gehirn alle Funktionen unwiderruflich eingestellt hat. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Am Freitagnachmittag wollte der französische Präsident Emmanuel Macron Élyséekreisen zufolge nach Straßburg fahren und unter anderem Familien der Opfer treffen.

(mlat/dpa)
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