Tablets für Gefangene

In Berlin dürfen Häftlinge „Wer wird Millionär“ spielen

In Berlin haben 35 Strafgefangene Tablets mit einem begrenzten Internet-Zugang bekommen. Damit können sie Mails an die Familie schreiben, einen Führerschein-Test machen oder „Wer wird Millionär“ spielen.

Mit dem bundesweit einmaligen Projekt solle die Alltagskompetenz der Gefangenen erhöht und die Resozialisierung vorangebracht werden, sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Mittwoch. Das zunächst auf drei Monate befristete System sei auf „Herz und Nieren geprüft, damit Gefangene nicht Schabernack oder Unfug treiben“, betonte er.

Für die Testphase wurden 1,3 Millionen Euro festgeschrieben. Im Oktober solle ein Bericht zu dem Test vorliegen. Behrendt möchte bis zum September 2021 (Ende der Legislatur) Tablets kostenfrei für alle Haftanstalten anschaffen. Derzeit sitzen dort 4024 Gefangene. sind Insassen des Männergefängnisses Heidering.

(wer/dpa)
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