Beleidigung nach Krebserkankung

Üble Post für Ex-EKD-Vorsitzenden

Hamburg. (epd) Der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, der 2014 wegen der Krebs­erkrankung seiner Frau sein Amt aufgab, wurde damals persönlich angegriffen. „Mir hat ein Mann geschrieben, der sich für sehr fromm hält: Ich solle doch endlich mal darüber nachdenken, was Gott mir sagen will und womit Gott in meinem Leben nicht einverstanden ist“, sagte Schneider. „Weil ja schon meine Tochter Meike 2003 an Krebs gestorben sei und nun auch meine Frau vom Tod bedroht sei – und ich offensichtlich mein Amt so schrottig ausgeführt habe.“

Er habe auf diesen Brief nicht geantwortet, fügte Schneider hinzu und verteidigte seine Entscheidung. Er habe das nicht bereut. Schneider war Pfarrer, Präses der Rheinischen Landeskirche und Ratsvorsitzender der EKD. Seine Frau ist Lehrerin. Ihre jüngste Tochter Meike starb 2005 mit 22 Jahren an Leukämie.

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