Der ganz normale Wahnsinn im Polizei-Alltag

Das waren die eigenartigsten Polizeieinsätze 2018

Ein Polizeieinsatz zu Pferde an der Bayarena in Leverkusen (Symbolbild).FOTO: Bernd Bussang

Es war ein denkwürdiges Jahr für Deutschlands Ordnungshüter. Von Auto fahrenden Schulkindern über verknotete Männer und bescheidene Räuber bis hin zu Mäusen mit angeblicher Marihuana-Vorliebe - wir haben die skurrilsten Fälle gesammelt.

Umgebaut: Oh, Schreck! Nach längerer Abwesenheit besuchte ein Hausbesitzer mal wieder seine Immobilie im sachsen-anhaltischen Genthin. In der Zwischenzeit war dort eine professionelle Cannabis-Plantage mit Wassertanks, Beleuchtungsanlagen und 500 Pflanzen entstanden.

Schlangen: „Nimm nichts von Fremden an“ - Jahrzehnte lang bläuten Eltern diesen Satz ihren Kindern ein. Der Fall eines Berliner Jungen dürfte sie bestärken. Ende August drückte ein fremder Mann dem Jungen im Stadtteil Lichterfelde einen Jutebeutel in die Hand und rannte davon. „Viel Spaß mit den Pythen“, soll er im Weglaufen gerufen haben. Tatsächlich fanden sich im Inneren des Beutels zwei Würgeschlangen, jeweils weniger als einen Meter lang - Pythons, so der korrekte Plural. Die vieles gewöhnte Berliner Polizei übergab die Tiere einem Experten und twitterte gelassen: „Allet Jute ihr zwei.“

Es blieb nicht der einzige Einsatz dieser Art: Im Oktober flanierte ein 36-Jähriger mit einer artgeschützten Würgeschlange um den Hals durch den Düsseldorfer Hauptbahnhof - und löste so einen Einsatz der Bundespolizei aus. Das Tier wurde beschlagnahmt: Der mutmaßliche Besitzer habe nicht nachweisen können, dass es ihm wirklich gehöre. Zudem sei das Tragen einer Boa constrictor in der Öffentlichkeit „nicht als artgerechte Haltung zu verstehen“. Mit 1,80 Meter Länge war das Reptil aus Sicht des Mannes offenbar ein prima Schalersatz.

(felt/dpa)
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