Verleihung des Dresdner Friedenspreises

Das „Napalm-Girl“ ist eine lebende Mahnung zum Frieden

Die damals 9-Jährige riss sich auf der Flucht vor den Brandbomben ihre brennende Kleidung vom Leib. Jahrzehnte später leidet sie an den Spätfolgen durch Narben. FOTO: AP / Nick Ut

Das Bild einer nackten Neunjährigen, die schreiend vor Napalm-Bomben flieht, steht weltweit als Symbol für den Horror des Vietnamkrieges. Die inzwischen 55-Jährige ist inzwischen UN-Botschafterin und erhält am Montagabend den 10. Dresdner Friedenspreis.

Die als „Napalm-Girl“ auf einem Kriegsfoto von 1972 bekannt gewordene Vietnamesin Kim Phuc Phan Thi hat ihrem Schicksal vergeben. Sie nutzt das preisgekrönte Bild, das sie als Neunjährige nackt und schreiend nach einem Napalm-Angriff auf ihr Dorf zeigt, um für den Frieden zu werben.

„Mein Traum ist zu helfen, dass die Welt ein besserer Platz zum Leben ist“, sagte sie vor der Verleihung des Dresdner Friedenspreises Montagabend in der Semperoper.

Seit Jahren reist die 55-Jährige als UN-Botschafterin um die Welt, erzählt ihre Geschichte und vom eigenen Umdenken. „Ich bin sehr dankbar, dass ich noch lebe, dass ich aus dem Erlebten lernen, einen Weg finden konnte, anders mit Verletzungen, Schmerzen und Quälerei umzugehen.“ Sie habe sich entschieden, kein Kriegsopfer zu sein.

(sbl/dpa)
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