Aus für „Tatortreiniger“

Er kehrt nie wieder

Blut ist dünner als Putzwasser: Bjarne Mädel als Tatortreiniger.FOTO: dpa / Maja Hitij

Vier Folgen noch, dann ist endgültig Schluss für Bjarne Mädel in der vom eigenen Sender geschmähten Kultserie „Tatortreiniger“. Nachruf auf ein Kleinod.

„Wuäh?“ Dieser Frage-Laut zwischen „Wat?“, „Boah“ und „Hä?“ brach heraus aus Heiko „Schotty“ Schotte, wann immer er überrumpelt oder überfordert war. Und das war der Tatortreiniger aus der gleichnamigen NDR-Serie am laufenden Band.

Am Dienstag ging es halb Fernseh-Deutschland ähnlich, als durchs Netz geisterte, dass in einer Woche Schluss sein würde, endgültig: Wieso, weshalb, wuäh? Die schlechte Nachricht ist: Es sind keine Fake News, das Ende ist tatsächlich nah. Die gute Nachricht ist: Die letzte Klappe fällt aus dem besten, ja, einzig legitimen Grund, einem künstlerisch-inhaltlichen nämlich – unabhängig von „Quoten, Gagen, Gehältern“.

Die Autorin Mizzi Meyer ist sich sicher, dass sie nach 31 Folgen keine weiteren guten Geschichten finden wird für dieses im Kern simple Kammerspiel: Tatortreiniger trifft Hinterbliebene. Der Mann, der so unerschütterlich Blut und Gedärme entfernt, wird umso gründlicher erschüttert von den Fragen, vor die ihn Bestatter und Schamanen stellen, Manager und Prostituierte, alte Kumpels und seine Ex-Freundin, ein Roboter und auch ein, zwei Geister.

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