Bisher kaum Gegenmaßnahmen

Immer mehr Senioren werden Opfer von falschen Polizisten

Eine Seniorin am Telefon (Symbolfoto). FOTO: Pixabay

Diese Masche gibt es bundesweit: Angebliche Polizisten rufen ältere Menschen an und gaukeln ihnen vor, Hab und Gut seien durch Verbrecher bedroht. In Einzelfällen sollen Senioren über 200.000 Euro ausgehändigt haben. Bisher gab es kaum Gegenmaßnahmen.

Die Polizei warnt seit Jahren vor falschen Polizisten. Doch die Zahl der Fälle, bei denen Gauner mit Lügengeschichten am Telefon Senioren um ihr Erspartes bringen, wird nicht kleiner. Im Gegenteil: Nach Angaben des Bundeskriminalamts (BKA) werden immer mehr ältere Menschen von Betrügern angerufen, die sich als Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgeben. Allein in Niedersachsen wurden im vergangenen Jahr fast 5000 versuchte oder vollendete Betrugsfälle registriert, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei erbeuteten die Täter fast fünf Millionen Euro.

In anderen Bundesländern sieht es nicht besser aus. In Nordrhein-Westfalen lag die Zahl der Fälle sogar bei rund 10.000, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg waren es je etwa 2000. Und in München wurden Anfang diese Jahres innerhalb von nur drei Tagen 300 Anrufe falscher Polizisten angezeigt. Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen will wegen der seit Jahren steigenden Fallzahlen eine neue Präventions-Kampagne starten.

Warum haben die Täter trotz aller Warnungen weiterhin Erfolg?


(cpas/dpa)
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