Heino im Interview

„Ich habe ein reines Gewissen“

Heino wird 80 und will im nächsten Jahr seine Bühnenkarriere beenden. Foto: Andreas BretzFOTO: Bretz, Andreas (abr)

Am Donnerstag wird der Sänger 80. Eine Tour hat er sich noch vorgenommen, dann endet seine 60-jährige Karriere. Zuvor hat Jörg Isringhaus den Sänger noch getroffen.

Heino ist erkältet, trägt Halstuch zur Steppweste. Trotzdem wirkt er gut gelaunt, tiefenentspannt. Für ihn der normale Gemütszustand. Der Sänger muss sich nichts mehr beweisen, sein Bekanntheitsgrad liegt bei 98 Prozent. Seit 60 Jahren macht er Musik, die meisten davon erfolgreich. Gerade in den vergangenen Jahren kaperte er mit seinen Cover-Versionen deutscher Rock- und Pop-Songs die Charts, schlüpfte in eine schwarze Lederjacke und stand mit Rammstein auf der Bühne. Dafür erntete er auch Spott und Anfeindungen. Aber die Sympathie überwog. Wie man an den teils bestürzten Reaktionen ablesen konnte, als Heino vor Kurzem sein Karriereende für 2019, nach seiner Tournee im Frühjahr, verkündete. „...und tschüss“ heißt sein gerade erschienenes Album, das schon wieder oben in den Charts steht. Der Titel sei ernst gemeint, sagt er. Heino freut sich auf ein gemütliches Rentnerleben.

Wie lange wird es wohl dauern, bis Ihnen die Decke auf den Kopf fällt?

Heino Ich glaube gar nicht, dass es so kommt, denn ich habe mir das reiflich überlegt. Ich werde jetzt 80, und da muss es ja auch einmal gut sein. Nur wenn man mich mal für eine Benefiz-Veranstaltung haben will, werde ich wohl eine Ausnahme machen.


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