Nach Untergang der „Grande America“

Frankreich kämpft gegen kilometerlange Ölteppiche vor Atlantik-Küste

Die „Grande America“ ist am Dienstag gesunken. Seitdem treiben zwei Ölteppiche im Atlantik. FOTO: dpa / Loic Bernardin

Nach dem Schiffsunglück vor der französischen Küste herrscht noch Rätselraten über die Ladung des Frachters. 45 der 365 Container hatten Gefahrgut geladen. Aber keiner weiß, was genau.

Die Westküste von Frankreich ist durch eine Ölkatastrophe bedroht. In der Biskaya treiben nach dem Untergang des Containerschiffes „Grande America“ zwei mehrere Kilometer lange Ölteppiche auf die bei Touristen beliebten Strände rund um Biarritz und Bordeaux zu. Die erste verunreinigte Zone ist offiziellen Angaben nach etwa 13 Kilometer lang und 7 Kilometer breit. Der zweite Teppich sei rund 9 Kilometer lang, ebenfalls 7 Kilometer breit und weniger kompakt als der erste.

Das aus dem Frachter ausgelaufene Schweröl soll nun mit Spezialschiffen abgepumpt werden. Schlechte Witterungsbedingungen und raue See erschwerten allerdings den Kampf gegen die Verschmutzung, so die zuständige französische Präfektur. Zudem könnten schwimmende Absperrungen zum Einsatz kommen, die Schmutz von der Küste fernhalten sollen. Das Schiff hatte rund 2200 Tonnen Schweröl, über 2000 gebrauchte Autos und auch mehrere Container Gefahrgut an Bord. Genaue Angaben, um was es sich dabei handelt, gibt es bisher nicht.

Auch kann noch nicht eingeschätzt werden, wo das Öl angespült werden könnte, heißt es von der Präfektur. Umweltminister François de Rugy nannte als gefährdete Regionen das Département Charente-Maritime mit der Hafenstadt La Rochelle und das Département Gironde, in dessen Mitte Bordeaux liegt. Er schloss nicht aus, dass das Öl auch an die spanische Biskaya-Küste gelangen könnte.

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