„Polizeiruf 110: Zehn Rosen“

Düsterer Fall um Serienmörder

Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) kommen inzwischen besser miteinander klar. FOTO: MDR/Stefan Erhard

Die Magdeburger „Polizeiruf“-Ermittler bekommen es in „Zehn Rosen“ mit einem alten und einem neuen Mord zu tun.

Auf einem Müllplatz liegt die Leiche einer Frau. Um ihre Beine wurde kunstvoll ein Seil geknotet. Die Ermittler Brasch (Claudia Michelsen) und Köhler (Matthias Matschke) fühlen sich an einen alten Fall erinnert. Vor mehreren Jahren wurde Paul Schilling (Alessija Lause) verdächtigt, eine Prostituierte ermordet und ihre Leiche ähnlich drapiert zu haben. Doch damals reichten die Beweise nicht für eine Verurteilung aus. Paul heißt nach einer Geschlechtsumwandlung heute Pauline und führt ein Blumengeschäft. Pauline kannte das neue Opfer und gerät natürlich sofort in Verdacht.

Ihre Beziehung zu einem jungen Sparkassen-Mitarbeiter läuft auch nicht gerade harmonisch. Pauline steht unter großem seelischen Druck. Aber auch für den Ex-Freund der Toten sieht es nicht gut aus. Der junge Mann wohnt allein in einem verwahrlosten Haus, pöbelt ohne Unterlass herum, greift Polizisten an, trinkt rund um die Uhr Bier und mampft Tabletten. Als Brasch im Keller des Abrisshauses dann auch noch ein Verlies findet, scheint der Fall eine überraschende Wende zu nehmen.

Regisseur Torsten Fischer und Autor Wolfgang Stauch ist ein düsterer und über weite Strecken stimmiger Krimi gelungen. Schauspielerisch überzeugen die Magdeburger Fälle seit jeher. Oft nervten jedoch die ständigen Streitereien der beiden Ermittler und die Tatsache, dass Kommissarin Brasch in 90 Minuten nicht ein einziges Lächeln zustande brachte. Stattdessen fuhr sie in länglichen Szenen auf dem Motorrad einsam durch die ostdeutsche Nacht.

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