Krimi-Serie

Die Banden von Berlin

Antonio Wannek (l.) als Hans Kuscha, Felix Kramer als Kurt Grimmer und Fahri Yardim als deutsch-türkischer Polizist Erol Birkan in „Dogs of Berlin“. FOTO: dpa / Stefan Erhard

In der neuen Netflix-Serie „Dogs of Berlin“ geht es um kriminelle Clans und Polizisten.

(dpa) Die deutsche Hauptstadt ist kein Pflaster für Sensibelchen. Die raue Seite Berlins zeigt eine ganze Reihe von aktuellen Serien-Produktionen, von der Clan-Story „4 Blocks“ bis zum 20er-Jahre-Krimi „Babylon Berlin“. Jüngst startete beim Streamingdienst Amazon Prime Video der in der Berliner Clubszene spielende Thriller „Beat“. Netflix setzt mit seiner zweiten deutschen Serie nach „Dark“ nun ebenfalls auf den düsteren Schauplatz Berlin: Die Crime-Story „Dogs of Berlin“ ist ab Freitag in 190 Ländern zu sehen.

„Dogs of Berlin“ mixt überzeugend derzeit angesagte Krimi-Zutaten mit gesellschaftspolitischer Relevanz: Neonazis, kriminelle Clans, im sozialen Elend aufwachsende Kinder, Rassismus und auseinanderdriftende Lebenswelten in einer abgerockten Hauptstadt. Helden der Serie sind zwei coole Ermittler. Der verschuldete Ost-Berliner Kurt Grimmer (Felix Kramer) mit zweifelhafter Vergangenheit und der schwule Deutsch-Türke Erol Birkan (Fahri Yardim) mit Kreuzberger Kiez-Erfahrung gehen ihren ersten gemeinsamen Fall mit reichlich persönlichem Ballast an.

Gemeinsam sollen die sich misstrauisch belauernden Cops den Tod eines prominenten Fußballspielers aufklären. Orkan Erdem, türkischstämmiger Topspieler der deutschen Nationalmannschaft, wird einen Tag vor der WM-Qualifikation gegen die türkische Mannschaft ermordet in einer Hochhaus-Siedlung in Berlin-Marzahn gefunden. Ein Finger wurde der Leiche abgeschnitten. Grimmer kommt an diesem Abend durch Zufall zum Tatort – in Badelatschen und mit Baby auf dem Arm. Und sofort wittert er die Chance, mit dem Fall auch seine privaten Probleme zu lösen.

top