Todesfahrer vom Times Square angeklagt

Todesfahrer vom Times Square angeklagt

New York. (dpa) Der Todesfahrer vom New Yorker Times Square ist wegen Mordes angeklagt worden. Der Ex-Marinesoldat Richard Rojas müsse sich wegen Mordes sowie wegen versuchten Mordes verantworten, teilte die Polizei gestern mit. Der 26-Jährige war direkt nach der Tat am Donnerstag festgenommen worden. Rojas war mit seinem Pkw in eine Menschenmenge an dem bei Touristen beliebten Platz in Manhattan gerast. Dabei wurde eine 18-jährige Frau getötet. Weitere 22 Menschen wurden verletzt, darunter die 13-jährige Schwester des Todesopfers. Vier der 22 Verletzten schwebten nach Angaben der Feuerwehr vom Donnerstag in Lebensgefahr. Ihre Überlebenschancen seien aber gut.

Rojas war polizeibekannt: 2008 und 2015 wurde er wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen, und erst Anfang Mai wurde er in Gewahrsam genommen, weil er einen Besucher in der Wohnung, in der er mit seiner Mutter lebte, mit einem Messer bedrohte. Der aus dem New Yorker Stadtteil Bronx stammende Mann gehörte von 2011 bis 2014 der US-Marine an und wurde in dieser Zeit sogar mit einem Verdienstorden ausgezeichnet. Während seiner Stationierung auf einem Militärstützpunkt in Jacksonville (Florida) war er verhaftet worden, weil er mutmaßlich einen Taxifahrer angegriffen hatte.

In Rojas Blut wurde die auch als "Angel Dust" bekannte Droge PCP festgestellt. Er habe psychische Probleme und habe Polizisten gesagt, dass er erwartet habe, von ihnen erschossen zu werden. Ob Rojas sein Auto absichtlich in die Menge gesteuert hatte, war zunächst unklar. CNN zufolge sagte er der Polizei, Gott habe ihn zu der Tat gezwungen. Er habe am Donnerstag sowie bei einer früheren Festnahme angegeben, Stimmen zu hören, berichtete NY1.

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