„Um Himmels Willen“

TV-Nonne muss wegen freizügiger Posen Geldstrafe zahlen

Antje Mönning zeigte sich auch nach dem Urteil noch gut gelaunt.FOTO: dpa / Matthias Balk

Kunst oder Belästigung? Mit einem exhibitionistischen Auftritt auf einem Parkplatz sorgte Fernsehnonne Antje Mönning für Wirbel. Beim Strafprozess wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses wird viel gelacht.

Mit durchsichtigem Shirt, Minirock und ohne Unterwäsche hat sich Schauspielerin Antje Mönning auf einem Parkplatz vor drei Männern geräkelt - und ist deswegen auf der Anklagebank im Amtsgericht Kaufbeuren gelandet. Dort musste sich die 41-Jährige am Dienstag wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses verantworten. „Ich kann nicht glauben, dass es eine Straftat sein soll, als Frau seinen Körper zu zeigen“, sagte sie. Richter Johannes Pausch jedoch verurteilte sie wegen einer Ordnungswidrigkeit zu einer Geldbuße von 300 Euro.

Die Darbietung der Schauspielerin - im Gerichtssaal herrschte Unklarheit darüber, ob es sich dabei eher um einen Striptease oder um einen Tanz handelte - hatte für reichlich Medienwirbel gesorgt. Zwei der Männer waren Zivilpolizisten, die das Tänzchen filmten. Mönning stritt den Auftritt gar nicht ab, sondern ließ über ihren Anwalt Philip Müller ausrichten, „aus einer künstlerischen Laune heraus“ den Rock gehoben zu haben. Es habe sich um eine improvisierte Performance gehandelt.

Richter Pausch sah den exhibitionistischen Auftritt nicht als Kunst. Es habe sich um eine sexuelle Handlung gehandelt, jedoch nicht um eine erhebliche.

(csi/dpa)
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