US-Präsident twittert zur Flüchtlingspolitik

Trump verpasst der Kanzlerin die nächste Verbal-Ohrfeige

Angela Merkel ist in diesen Tagen nicht zu beneiden: In ihren erbitterten Streit mit der CSU um den Umgang mit Flüchtlingen hat sich nun ausgerechnet auch noch Donald Trump eingemischt. Das allerdings mit falschen Fakten.

Der US-Präsident bescheinigte der Kanzlerin am Montag über den Kurzbotschaftendienst Twitter, infolge ihres Kurses in der Einwanderungspolitik in einer schweren Vertrauenskrise zu stecken."Die Menschen in Deutschland wenden sich gegen ihre Führung, weil das Migrationsthema die ohnehin schon schwächelnde Koalition durchschüttelt", schrieb Trump in Bezug auf den unionsinternen Streit zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer.

Die Kriminalität in Deutschland sei deutlich gestiegen, behauptete Trump. Diese Behauptung ist allerdings nachweislich falsch. Die Zahl der Straftaten in Deutschland sank 2017 nach der polizeilichen Kriminalstatistik auf das niedrigste Niveau seit 25 Jahren.

"Es war ein großer Fehler in ganz Europa, Millionen von Menschen hereinzulassen, die die Kultur so stark und gewaltsam verändert haben", fügte Trump hinzu. "Wir wollen nicht, dass das, was mit der Immigration in Europa passiert ist, uns auch passiert", fuhr der US-Präsident fort.

(felt/AFP/dpa)
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