Internationale Proteste

Es wird einsam um Venezuelas Präsidenten Maduro

Nicolas Maduro: Zahlreiche Staaten erkennen das Ergebnis der letzten Wahl nicht an. Foto: Boris Vergara FOTO: Boris Vergara

Caracas. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit wird Venezuelas umstrittener Präsident Nicolás Maduro immer weiter international isoliert.

Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verweigerte ihm die Anerkennung als Präsident, Paraguay brach sogar die diplomatischen Beziehungen zu Venezuela ab. Die USA und die EU forderten die venezolanische Regierung zur Rückkehr zur Demokratie auf.

Trotz internationaler Proteste hatte sich Maduro für eine zweite Amtszeit vereidigen lassen. Zahlreiche Staaten, internationale Organisationen und die venezolanische Opposition bezeichneten seine Wiederwahl im vergangenen Jahr als undemokratisch. Viele Regierungsgegner sitzen in Haft, dürfen sich politisch nicht betätigen oder sind ins Exil gegangen. Maduro ließ das von der Opposition kontrollierte Parlament entmachten und mit einer regierungstreuen Verfassungsgebenden Versammlung ersetzen.

„Venezuela befindet sich mitten in einem von nordamerikanischen Imperialisten und ihren Verbündeten angezettelten Weltkrieg“, sagte Maduro bei seinem Amtsantritt. „Sie versuchen, einen einfachen Amtsantritt in einen Weltkrieg zu verwandeln.“

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