Proteste im ganzen Land

Guaidó will Venezolaner gegen Maduro mobilisieren

„Wir organisieren uns, um diese Tragödie hinter uns zu lassen und die illegale Machtübernahme zu beenden“, sagt Guaidó. Foto: Fernando Llano/AP FOTO: Fernando Llano

Caracas. Der selbst ernannte venezolanische Interimspräsident Juan Guaidó will Bewegung in den festgefahrenen Machtkampf mit Staatschef Nicolás Maduro bringen.

Für Samstag kündigte der Oppositionsführer Proteste im ganzen Staatsgebiet an. „Das ganze Land spielt eine wichtige Rolle in dieser Etappe unseres Kampfes“, schrieb er auf Twitter. „Wir organisieren uns, um diese Tragödie hinter uns zu lassen und die illegale Machtübernahme zu beenden.“

Zuletzt hatte Guaidó bereits angekündigt, seine Anhänger im ganzen Land zu mobilisieren und auf einen Marsch auf die Hauptstadt Caracas zu führen. „Bald gehe ich in mein Büro im (Präsidentenpalast) Miraflores“, sagte er. Er rief auch die Venezolaner im Ausland dazu auf, seine Bewegung zu unterstützen.

Guaidó hatte sich am 23. Januar selbst zum Interimspräsidenten des südamerikanischen Landes erklärt. Er sprach Staatschef Maduro die Legitimation ab, weil dessen Wiederwahl im vergangenen Jahr nicht den demokratischen Standards entsprochen habe. Zahlreiche Regierungsgegner durften nicht kandidieren. Das größte Oppositionsbündnis boykottierte wegen unfairer Bedingungen die Wahl.

top