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Nach blutigen Gaza-Protesten

Krise zwischen Israel und Türkei

Nach den blutigen Gaza-Protesten weht auf dem Taksim-Platz in Istanbul eine türkische Flagge weht auf Halbmast. Foto: Emrah Gurel/APFOTO: Emrah Gurel

Jerusalem/Gaza. Das lateinamerikanische Land Guatemala hat am Mittwoch in Jerusalem feierlich seine Botschaft eröffnet. Botschafterin Sara Solis sprach von einem „historischen Tag, an dem die Botschaft in die israelische Hauptstadt zurückkehrt“.

Nach den blutigen Gaza-Protesten mit 60 getöteten Palästinensern spitzt sich eine diplomatische Krise zwischen Israel und der Türkei zu. Die türkische Regierung forderte nach dem israelischen Botschafter in Ankara auch den Generalkonsul des Landes in Istanbul zur Ausreise auf.

Indes eröffnete am Mittwoch mit Guatemala nach den USA bereits das zweite Land seine Botschaft in Jerusalem. Medizinische Hilfslieferungen erreichten den Gazastreifen. Schwerstverletzte sollen nun in Ägypten behandelt werden.

Am Montag waren nach Angaben der israelischen Armee im Gazastreifen rund 40 000 Palästinenser an den Grenzzaun zu Israel gekommen. Gewalttätige Demonstranten hätten explosive Gegenstände und Brandbomben auf Soldaten und den Sicherheitszaun geworfen, teilte die Armee mit. Soldaten hätten entsprechend reagiert und das Feuer eröffnet. Nach palästinensischen Angaben töteten die Soldaten 60 Menschen, mehr als 2800 wurden verletzt. Es war damit der blutigste Tag seit dem Gaza-Krieg 2014.

Im Gazastreifen protestierten die Menschen nicht nur gegen die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem, sondern auch gegen eine mehr als zehnjährige Blockade des Küstenstreifens durch Israel und Ägypten. Die Trauer der Palästinenser über die Toten mischte sich am Dienstag, dem Tag der Nakba (Katastrophe), auch mit dem Zorn über die Vertreibung und Flucht Hunderttausender Palästinenser im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Dabei haben israelische Soldaten nach palästinensischen Angaben erneut zwei Palästinenser getötet.

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