EU warnt Ankara

Neuer Zwischenfall mit türkischem Boot im Mittelmeer

Ein Schiff der türkischen Küstenwache in der Ägäis. Ankara und Athen streiten seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte in der Ägäis. Foto: John Macdougall, AFP/ArchivFOTO: John Macdougall

Nikosia/Athen. Ein Boot des türkischen Küstenwache hat ein Patrouillenboot der griechischen Küstenwache im Südosten der Ägäis gerammt.

Säbelrasseln von Zypern bis in die Ägäis: Türkische Kriegsschiffe haben am Dienstag noch immer ein vom italienischen Energieunternehmen ENI gemietetes Bohrschiff daran gehindert, ein Erkundungsgebiet südöstlich der Hafenstadt Larnaka zu erreichen.

Dort werden reiche Erdgasfelder vermutet. Warnungen der EU und Aufrufe zur Zurückhaltung zeigten zunächst keine Wirkung. Im Gegenteil: Es kam zu einem Zwischenfall in der Ägäis. Dort rammte ein türkisches Patrouillenboot ein Boot der griechischen Küstenwache.

Die EU rief Ankara auf, von jeglichen Handlungen Abstand zu nehmen, die die gute Nachbarschaft gefährden könnten, wie der Sprecher von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in Brüssel sagte. Die Türkei habe die Souveränität der EU-Staaten über deren Hoheitsgewässer und deren Luftraum zu respektieren. Das gerammte und beschädigte griechische Schiff war durch Gelder der Europäischen Grenz- und Küstenwache kofinanziert worden. Dies mache den Zwischenfall auch für den europäischen Steuerzahler relevant, sagte der Sprecher.

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