Nach Gipfel in Hanoi

Nordkorea erwägt neue Atomtests und Ende der Verhandlungen mit USA

Kim Jong Un und Donald Trump während des Gipfels in Hanoi. FOTO: AP / Evan Vucci

Eine Teilnehmerin des Gipfels von Trump und Kim plaudert aus dem Nähkästchen: Pompeo und Bolton hätten mit unnachgiebigen Forderungen die Atmosphäre vergiftet. Der US-Sicherheitsberater weist das prompt zurück.

Nordkorea hat mit einer Wiederaufnahme von Atom- und Raketentests und einem Abbruch der Abrüstungsverhandlungen mit den USA gedroht. Staatschef Kim Jong Un werde bald entscheiden, ob er die Gespräche mit den USA und das Moratorium für Raketenstarts und Atomtests aufrecht erhalten werde, sagte die stellvertretende Außenministerin Choe Son Hui am Freitag in Pjöngjang.

Über das Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump sagte sie: „Es ist klar, dass die USA dieses Mal eine goldene Gelegenheit weggeworfen haben.“ Besonders kritisierte Choe die „exzentrische“ Verhandlungsposition der USA, die Kim sehr überrascht habe.

Sie deutete an, US-Außenminister Mike Pompeo und der nationale Sicherheitsberater John Bolton hätten mit unnachgiebigen Forderungen eine feindselige und von Misstrauen geprägte Atmosphäre geschaffen. Trump selbst sei gesprächsbereiter gewesen. Aussagen ranghoher Berater Trumps hätten das Klima seither weiter verschlechtert.

(zim/dpa)
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