Georgischer Ex-Präsident

Saakaschwili will in die Ukraine zurückkehren

Der frühere Präsident von Georgien, Michail Saakaschwili, war in Kiew vom Grenzschutz festgenommen und mit einem Sonderflug nach Warschau gebracht worden. Foto: Sczarek Sokolowski, APFOTO: Czarek Sokolowski

Kiew/Warschau. Die Ukraine hat den georgischen Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili abgeschoben.

Trotz seiner Abschiebung aus der Ukraine will der ehemalige georgische Präsident Michail Saakaschwili nach Kiew zurückkehren. „Ich denke, dass wir einen Weg finden werden, das absolut legal zu machen“, sagte er dem ukrainischen TV-Sender ZIK.

Vorher wolle er aber Unterstützung in Europa mobilisieren und seine Familie in den Niederlanden besuchen, ergänzte der Oppositionspolitiker bei einer Pressekonferenz in Warschau. Er wolle kein politisches Asyl in Polen beantragen, sagte er. Der ukrainischen Regierung sagte Saakaschwili ein baldiges Ende auf friedlichem Weg voraus.

Die Staatsanwaltschaft in Kiew zeigte sich unterdessen überrascht von der Ausweisung Saakaschwilis. Das laufende Verfahren gegen ihn wegen Unterstützung einer kriminellen Organisation werde aber fortgesetzt, sagte Sprecherin Larissa Sargan. Saakaschwili wird vorgeworfen, mit Geld aus dem Umfeld des 2014 gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch Proteste organisiert zu haben.

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