Jamaika-Verhandlungen

Dobrindt ist ein Problem-Sondierer

FOTO: SZ / Robby Lorenz

Dass Politiker der Stammtisch-Partei CSU ein derberes Verständnis vom gegenseitigen Umgang haben als andere, ist bekannt. Für CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt gilt das allemal. Und weil das so ist, entwickelt sich Dobrindt immer mehr zum Problem-Sondierer.

Inzwischen drängt sich sogar der Eindruck auf, Dobrindt möchte den Jamaika-Karren unbedingt vor die Wand fahren, so schroff, so abfällig („Schwachsinns-Termine“) hat er die ersten Kompromisssignale der Grünen beim Ausstieg aus Diesel und Benziner abgekanzelt. Hinter Dobrindts Attacken lässt sich kaum eine vernünftige Strategie erkennen. Denkbar ist, dass er einfach nur die beleidigte Leberwurst gibt. Denn die Grünen haben ihn in der letzten Legislaturperiode so scharf wie keine andere Partei wegen der vermaledeiten Pkw-Maut für Ausländer attackiert, die er als Verkehrsminister zu verantworten hatte. Was immer ihn antreibt, jemand muss ihn rasch zur Mäßigung verdonnern.

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