Nach Gelbwesten-Provokation

Frankreich zieht Botschafter aus Italien ab

Die französische Flagge weht vor dem Eiffelturm (Symbolfoto). FOTO: dpa / Kay Nietfeld

Wochenlang schon gibt es Streit zwischen Frankreich und Italien. Nun eskaliert die Lage: Die Franzosen haben ihren Botschafter aus Rom zurückgerufen. Die Rede ist von einer „inakzeptablen Provokation“ und Manipulation seitens der Italiener.

Frankreich hat nach wochenlangen Streitigkeiten mit Italien seinen Botschafter aus dem Nachbarland für Gespräche zurückbeordert. Die jüngsten Einmischungen Italiens seien eine „inakzeptable Provokation“, teilte das französische Außenministerium am Donnerstag mit. „Sie verletzen den Respekt, den demokratisch und frei gewählte Regierungen einander schulden.“ Nun werde der französische Botschafter für Konsultationen zurückgerufen.

Damit reagiere man auf die „wiederholten, grundlosen Angriffe und die unerhörten Äußerungen“ von italienischen Regierungspolitikern, heiß es vom Außenministerium. „Unstimmigkeiten zu haben, ist eine Sache, aber die Beziehungen für Wahlziele zu manipulieren, ist eine andere.“

Jüngstes Ärgernis für die Regierung in Paris war ein Treffen von Italiens stellvertretendem Ministerpräsidenten Luigi di Maio mit dem Anführer der „Gelbwesten“, Christophe Chalencon, die seit Wochen gegen die Politik von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron protestieren.


(hebu/dpa/Reuters/AFP)
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