Brexit-Gipfel in Brüssel

Freundschaftsschwur trotz Scheidungsfall

Die britische Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Samstag in Brüssel.FOTO: AFP / PHILIPPE LOPEZ

Die EU billigt den Brexit-Vertrag mit Großbritannien. Die Gefahr eines ungeordneten Austritts ist damit aber immer noch nicht gebannt.

Am Ende gab es nichts mehr zu verhandeln. Die Staats- und Regierungschefs kamen nur noch kurz in Brüssel zusammen, um den Weg freizumachen. Bei ihrem Sondergipfel beschlossen sie einstimmig das knapp 600 Seiten umfassende Scheidungsdokument, das den Austritt des Vereinigten Königreichs nach 45 Jahren aus der EU regelt, sowie eine politische Erklärung zur Zukunft der Beziehungen.

Kanzlerin Angela Merkel sprach anschließend von einem „diplomatischen Kunststück“. Es sei gelungen, in einer historisch so noch nie dagewesenen schwierigen Situation ein Vertragswerk zu formulieren, das einerseits die Interessen beider Seiten wahre, andererseits einen Ausblick auf die Zukunft gebe. EU-Ratspräsident Donald Tusk, der die Treffen der Staats- und Regierungschefs leitet, sagte: „Wie auch immer es ausgeht, eine Sache ist sicher: Wir bleiben bis zum Ende aller Tage Freunde, und noch einen Tag länger.“ Die eigentliche Hürde steht dem Abkommen aber noch bevor.


(gra)
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