Parteiführung will andere EU

AfD bekommt mit Poggenburg neue Konkurrenz von Rechtsaußen

Der sachsen-anhaltinische Landtagsabgeordnete und einstige Landespartei-Chef André Poggenburg verlässt die AfD. Foto: Philipp von Ditfurth FOTO: Philipp von Ditfurth

Magdeburg/Riesa. Die AfD muss bei den drei Landtagswahlen im Osten in diesem Jahr mit einem neuen Konkurrenten rechnen, der aus den eigenen Reihen stammt: André Poggenburg, der frühere Fraktions- und Parteichef der Rechtspopulisten in Sachsen-Anhalt.

Er zieht mit seiner neuen Gruppierung „Aufbruch deutscher Patrioten“ (AdP) in die Wahlen in drei ostdeutschen Bundesländern. Die Abspaltung überschattete auch die Europawahlversammlung der AfD im sächsischen Riesa , auf der die Delegierten der AfD bis Montag ein Programm für die Europawahl am 26. Mai beschließen und ihre Kandidatenliste vervollständigen wollen.

Poggenburg hält einen Einzug seiner AdP in die Landtage von Sachsen, Thüringen und Brandenburg für realistisch. Ihm und seinen Mitstreitern sei bewusst, dass jede Neugründung und Abspaltung große Risiken berge, sagte der 43-Jährige am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Aber dass wir die Fünf-Prozent-Hürde im Osten schaffen, davon gehen wir aus.“

Poggenburg war nach tagelangen Abspaltungsgerüchten am Donnerstag aus der Partei ausgetreten. Am gleichen Tag gründete er nach eigenen Angaben mit gut einem Dutzend Mitstreitern aus Mitteldeutschland die AdP. Der langjährige sachsen-anhaltische AfD-Chef hält es dennoch für denkbar, dass seine alte und seine neue Partei künftig zusammenarbeiten. „Wir sehen uns als vervollständigende Konkurrenz zur AfD, aber nicht als ihr politischer Gegner.“

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