Bericht

Arbeitsfortschritt bei „Gorch Fock“-Sanierung sehr gering

Die sich in Reparatur befindende „Gorch Fock“ in Bremerhaven. Foto: Mohssen Assanimoghaddam FOTO: Mohssen Assanimoghaddam

Berlin. Die „Gorch Fock“-Sanierungsarbeiten kommen einem Medienbericht zufolge nur schleppend voran.

Der Arbeitsfortschritt an Bord des Segelschulschiffes der Marine sei „sehr gering und liegt deutlich hinter den Erwartungen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung der Verpflichtungserklärung zurück“, berichtete die „Welt am Sonntag“ aus einem internen Schreiben der von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eingesetzten „Task Force Instandsetzungsvorhaben“ an Rüstungsstaatssekretär Benedikt Zimmer. Das Schreiben stammt demnach vom 4. April.

Bei der Sanierung der „Gorch Fock“ war es zu einer Kostenexplosion von 10 auf bis zu 135 Millionen Euro gekommen, nach Vorwürfen der Korruption und Untreue wurde ein Zahlungsstopp verhängt. Die Elsflether Werft hatte am 20. Februar ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

Mitte März einigte sich das Verteidigungsministerium mit der Werft auf die Aufhebung des Zahlungsstopps - im Gegenzug wurden strengere Kontrollregeln, mehr Transparenz und eine strikte Kostengrenze festgelegt. In der Vereinbarung („Verpflichtungserklärung“) ist vorgesehen, dass das Schiff zunächst für weitere 11 Millionen Euro bis zum Sommer schwimmfähig werden soll.

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