Hitzige Debatte im Bundestag

Studierende könnten bald bis zu 861 Euro Bafög bekommen

Studierende der Wirtschaftswissenschaftenin einer Vorlesung an der Universität Leipzig. FOTO: dpa / Jan Woitas

Gestärkter Zusammenhalt oder Mangelverwaltung - das Bafög für Hunderttausende Studenten und Schüler soll ausgebaut werden. Doch die Meinungen zu der Reform gehen stark auseinander.

Mehr bedürftige Studenten und Schüler als bisher sollen vom Bafög profitieren. Die Fördersätze sollen zum kommenden Wintersemester zudem spürbar steigen. Bei der ersten Beratung der entsprechenden Bafög-Reform im Bundestag verteidigte die Koalition ihre Pläne gegen heftige Kritik der Opposition. „Jeder junge Mensch soll die Chance auf gute Bildung haben“, versprach Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Die Koalition nehme die Mitte in den Blick, so die Ministerin. Denn viele Familien, die nur knapp über den bisherigen Einkommensgrenzen für die Förderung lägen, würden nun zusätzlich profitieren. Insgesamt bringe die Reform die im Koalitionsvertrag versprochene „Trendumkehr“. In den vergangenen Jahren war die Zahl der Geförderten immer weiter gesunken - zuletzt allein binnen eines Jahres um insgesamt rund 41.000 auf 557.000 Studenten und 225.000 Schüler im Jahr 2017.

Der Förderhöchstsatz soll von heute 735 Euro auf insgesamt 861 Euro im Jahr 2020 steigen. Der Grundbedarf soll zunächst um fünf und dann noch einmal um zwei Prozent erhöht werden. Der Wohnzuschlag für nicht bei den Eltern wohnende Studenten soll von 250 auf 325 Euro steigen. Mehr junge Menschen sollen dadurch vom Bafög profitieren, dass die Freibeträge für das Einkommen der Eltern bis 2021 schrittweise um 16 Prozent angehoben werden.

(dpa)
top