„Fremdenfeindlich und extremistisch“

Bayerns AfD-Fraktionschef verlässt die Partei

Markus Plenk geht hart mit der AfD ins Gericht. FOTO: dpa / Matthias Balk

Der AfD-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Markus Plenk, will einem Medienbericht zufolge die Partei verlassen und zur CSU wechseln. Die Partei nennt er fremdenfeindlich.

"Ich habe es satt, die bürgerliche Fassade einer im Kern fremdenfeindlichen und extremistischen Partei zu sein", sagte Plenk dem Magazin "Der Spiegel" nach Angaben vom Freitag. Er habe das Gefühl, "sich mitschuldig zu machen" an der von Teilen der AfD betriebenen Spaltung der Gesellschaft.

Plenk führt die Fraktion zusammen mit Katrin Ebner-Steiner. Mit seiner Ankündigung erreicht der Richtungskampf in der bayerischen AfD-Fraktion einen neuen Höhepunkt. In der vergangenen Woche hatte bereits der Abgeordnete Raimund Swoboda seinen Rückzug wegen eines Rechtsrucks der Fraktion erklärt. Auf einen ursprünglich angekündigten Ausschluss des mit Swoboda solidarischen Abgeordneten Franz Bergmüller verzichtete die Fraktion dann kurzfristig.

Die als Vertraute des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke geltende Ebner-Steiner erklärte, sie habe "schon länger" den Abgang von Plenk erwartet. Dieser habe bereits vor einiger Zeit sein Büro komplett leer geräumt und sei kaum noch aufgetaucht. Ebner-Steiner forderte Plenk auf, sein Mandat zurückzugeben.

(csi/AFP)
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