Kolumne Total Digital

Stopfen wie die Gänseleber

Meinung Immer mehr Geld fließt in Start-ups. Kritiker beobachten nun etwas, das sie den „Foie-gras-Effekt“ nennen.

Vor einiger Zeit brachte ein damaliger Freund Foie gras zum Essen mit. Ich wusste nicht, was das ist. Er erklärte, dass Gänse für Foie gras in kurzer Zeit so stark gemästet werden, das ihre Leber verfettet und auf ein mehrfaches der eigentlichen Größe aufbläht. Manche nennen es Delikatesse, ich Tierquälerei.

Zuletzt begegnete mir der Begriff wieder in der „New York Times“ als „Foie-gras-Effekt“ in der Start-up-Szene. Demnach scheitern viele Start-ups möglicherweise nicht an ihrer Idee, sondern daran, dass Investoren sie mit Geld und Druck zu stark aufblähen, bis sie platzen.

Das Ziel der Investoren ist klar: Ihr finanzieller Einsatz soll zu möglichst großem Gewinn führen. Dafür muss das Start-up zum Beispiel verkauft oder an die Börse gebracht werden, am Besten, nachdem es vorher zum Einhorn wurde.

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