Kampagne gegen Martin Hess

Intrige gegen Bundestagsabgeordneten erschüttert Südwest-AfD

Martin Hess verlor die Wahl zum Co-Vorsitzenden der baden-württembergischen AfD. Foto: Stefan Puchner FOTO: Stefan Puchner

Berlin. Eine Mail-Attacke gegen den AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess sorgt für Unruhe im baden-württembergischen Landesverband der Partei. Der Landesvorsitzende Bernd Gögel kündigte eine Strafanzeige wegen Datenmissbrauchs an.

Hintergrund ist eine E-Mail, die nach Angaben von Mitgliedern des Landesverbandes kurz vor einem Parteitag, auf dem Hess für den Landesvorsitz kandidiert hatte, an Tausende AfD-Mitglieder im Südwesten verschickt worden war.

In dem Schreiben, das den Absender „Basisverteiler AfD Baden-Württemberg“ trägt, wird darüber spekuliert, ob Hess - der Polizeibeamter ist - womöglich für den Verfassungsschutz arbeitet. Hess selbst sieht sich als Opfer einer Intrige.

In dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es unter anderem: „Die Führung und der Erhalt ihres Landesverbandes hängt jedenfalls nicht mit der Besetzung von Herrn Martin Hess im Landesvorstand ab, soviel ist gewiss. Sollte Herr Hess aber bewusst in die AfD eingeschleust worden sein, könnten Sie Schlimmeres verhindern.“

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