Deutschlandtag der Jungen Union

Tilman Kuban wird neuer JU-Vorsitzender

Tilman Kuban bei seiner Wahl zum JU-Vorsitzenden. FOTO: dpa / Michael Kappeler

Tilman Kuban ist neuer Vorsitzender der Jungen Union. Eine Wahl wie ein Boxkampf. Laut, turbulent und ein Schlagabtausch konservativer Standpunkte.

Es wird schon vor der Wahl geschrieen und gebrüllt. „Tilman, Tilman“, Delegierte der Jungen Union können sich am Samstag in Berlin beim Deutschlandtag der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU gar nicht wieder einkriegen, als der 31-jährige Kandidat für den Vorsitz, Tilman Kuban aus Niedersachsen, seine feurige Bewerbungsrede hält. Sturmfest, erdverwachsen steht er da, robuste Statur, im weißen Hemd, heute einmal nicht mit aufgekrempelten Ärmeln, aber mit fuchtelnden Armen, die Faust geballt, Farbe im Gesicht. Fröhlich, bissig, kampfbereit.

Seine Fans klatschen, kreischen, klopfen. Mit sogenannten Klatschpappen, auf denen „#Kubaner“ steht, schlagen sie auf die Tische, und sie rufen: „Ich bin ein Kubaner“. Kuban steht auf der Bühne und wettert gegen „linke Spinner“, „grünen Verbotsfetischismus“ und „Toiletten vom dritten bis zum 312. Geschlecht“. Er ist für konsequentere Abschiebungen von Straftätern, „5G bis in jede Milchkanne“, bezahlbaren Wohnungen, mehr Innovation für die Vermeidung von Plastikmüll, für eine nationale Mittelstandsstrategie. Und Mitgliederbefragungen bei neuen Positionierungen der Union.


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